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Erster Frühstudent im Fachbereich Informatik

Steffen Bondorf aus der 12. Jahrgangsstufe des Veldenz Gymnasiums in Lauterecken ist der erste Oberstufenschüler, der sich im Rahmen eines Frühstudiums im Fachbereich Informatik eingeschrieben hat.

Das aktuelle Hochschulgesetz erlaubt, dass besonders begabte Schülerinnen und Schüler bereits vor Erwerb ihres Abiturs als Studierende an Hochschulen eingeschrieben werden. Sie sind während dieser Zeit schon vollwertige Studierende, die nicht nur Vorlesungen besuchen (was im Rahmen eines Schnupperstudiums schon früher möglich war), sondern auch Prüfungen ablegen können, die später auf ihr Vollzeitstudium angerechnet werden. Um ein solches Frühstudium aufnehmen zu können, bedarf es der Empfehlung der Schulleitung und des aufnehmenden Fachbereichs.

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Der Frühstudent Steffen Bondorf mit Prof. Jens Schmitt in der Vorlesung "Kommunikationssysteme".
Herr Bondorf war der erste Schüler, der einen solchen Schritt im Fachbereich Informatik wagte. Ermuntert durch seinen Fachlehrer und unterstützt durch die Schulleitung tauschte er im Sommersemester 2005 zweimal pro Woche den Klassensaal seiner Schule mit einem Hörsaal der TU. Hier besuchte er die Vorlesung "Kommunikationssysteme", eine im Rahmen des Bachelorstudiengangs Informatik neu konzipierte Anfängervorlesung. Diese konnte er mit Bestehen der Abschlussklausur erfolgreich abschließen, was immerhin der Hälfte seiner Vollzeit-Kommilitonen nicht gelang!

Während der Studienberatung im Vorfeld des Frühstudiums mussten einige organisatorische Probleme gelöst werden. Gerade für einen Schüler von außerhalb Kaiserslauterns erwies sich ein Präsensstudium während der Schulzeit als logistische Herausforderung, wobei die von Herrn Bondorf besuchten Veranstaltungen günstigerweise nachmittags terminiert waren. Die gleichmäßige Verteilung der Lehrveranstaltungen über die Woche und die Fahrzeit zwischen Lauterecken und Kaiserslautern zwangen Herrn Bondorf, sein erstes Frühsemester auf die o.g. Vorlesung einzuschränken, um nicht allzu viel Schulunterricht zu versäumen. Dieser Konflikt ist wohl der Grund dafür, dass die Fernstudiengänge der Hochschulen schon öfter Frühstudierende aufnahmen, diese in den Präsensstudiengängen aber noch die seltene Ausnahme sind. Herr Bondorf ist nicht nur der erste Frühstudent des Fachbereichs Informatik, sondern auch der erste Frühstudierende in einem Präsensstudium der TU insgesamt.

Trotz aller Konflikte und Probleme, die eine gemeinsame Schul- und Studienzeit mit sich bringen, sieht Herr Bondorf sein Frühstudium als .wichtigen und erfolgreichen Schritt beim Übergang von der Schule zur Universität an.. Er konnte damit schon während der Schulzeit sein angestrebtes Studienfach kennen lernen und Universitätsluft mit allen seinen Facetten als "richtiger" Student erleben, was ihm die spätere Aufnahme eines Vollzeitstudiums bestimmt erleichtern wird. Nach seiner Auskunft soll es auf jeden Fall im Wintersemester weitergehen.

Dieses Beispiel sollte alle begabten Schülerinnen und Schüler ermuntern, sich ebenfalls den Schritt zu einem Frühstudium zu überlegen. Wer in der Lage ist, sich ohne größere Probleme Schulstoff selbst anzueignen, und bereit ist, die angesprochene Doppelbelastung auf sich zu nehmen, der sollte seine Schule um die Unterstützung für ein Frühstudium bitten. Auch wenn aus besagten Gründen nur wenige Lehrveranstaltungen in die Schulzeit vorgezogen werden können, ist die Erfahrung, die ein Frühstudium mit sich bringt, unbezahlbar.



 
Informationen zu Kontakt- und Informationsangeboten des Fachbereichs Informatik an Schüler und Schulen

 
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